Auerhühner und Stresshormone

Autor

Pierre Mollet

Jahr

2011

Typ

Broschüre A4

Umfang

12 Seiten

Sprache

Deutsch


Auszug
Störungen durch die Anwesenheit von Menschen in Lebensräumen von Wildtieren gelten als Faktor, der sich auf Wildtierpopulationen negativ auswirken kann. Bei vielen Arten werden Störungen für Bestandesrückgänge verantwortlich gemacht. Welche Rolle dabei physiologische Reaktionen im Körper der Wildtiere spielen, ist jedoch nur in Ansätzen bekannt. Insbesondere war noch bis vor ein paar Jahren weitgehend unbekannt, wie sich die Präsenz von Menschen auf die Physiologie von Stresshormonen bei Wildtieren auswirkt. Die Resultate einer Dissertation, die an der Universität Zürich und an der Schweizerischen Vogelwarte durchgeführt wurde, zeigen nun klar, dass Auerhühner umso mehr Stresshormone produzieren, je mehr Menschen in ihrem Lebensraum unterwegs sind. Die Forderung, wichtige Lebensräume der Raufusshühner und auch anderer Wildtiere vor zu viel Störung zu schützen, ist deshalb aktueller denn je. Heute ist es dank moderner internetbasierter Hilfsmittel möglich, Touren sorgfältig und unter Berücksichtigung von Wildruhezonen zu planen und sich auch ausserhalb solcher Zonen wildtiergerecht zu verhalten.



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