Der Biber im Dienst der Revitalisierung von Gewässern

Auszug
Kein einheimisches Tier verändert seinen Lebensraum so grundlegend wie der Biber, er ist neben dem Menschen der grösste Landschaftsarchitekt und Wasserbauer. Viele Tier- und Pflanzenarten sind auf die vom Biber gestalteten Auenlandschaften angewiesen und leben nur dort. Er gilt deshalb als «Schlüsselart» von Feuchtgebieten. Bis vor rund 20 Jahren waren Biber bei uns noch selten und daher geschützt. Mittlerweile wird die Gesamtpopulation aber bereits auf 2000 Tiere geschätzt. Mit zunehmendem Bestand wird es in einem engbesiedelten Land wie der Schweiz zwischen ihnen und Landbesitzern unweigerlich zu Konflikten kommen, solange den Bibern und den Gewässern nicht mehr Raum zugestanden wird. Genau das wird im seit 2011 gültigen, revidierten Wasserschutzgesetz geregelt, zudem sollen Gewässer in einen natürlicheren Zustand zurückgeführt werden. Diese Revitalisierungen wären vermutlich bedeutend einfacher und günstiger durchzuführen, überliesse man Bibern, begleitet von einem sogenannten Bibermanagement, zumindest einen Teil dieser Aufgabe.



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