Gefährdete Reptilien - Hoffnung und Chancen im Reptilienschutz

Auszug
Als wechselwarme Tiere sind Reptilien auf Solarenergie angewiesen, um in Fahrt zu kommen. Dazu benötigen sie sonnendurchflutete Lebensräume, die gleichzeitig eine weitere wichtige Ressource bieten: Versteckplätze. Solche strukturreichen Habitate sind vor allem in den tieferen Lagen der Schweiz rar geworden, und mit ihnen auch die Reptilien. Sie bilden aktuell die am stärksten gefährdete Wildtiergruppe, was ein Blick auf die Rote Liste bestätigt. Gelitten haben in den vergangenen Jahrzehnten vor allem jene Arten, die an aquatische Lebensräume gebunden sind oder die sich den Lebensraum zunehmend mit einer intensiven Agrarwirtschaft und dem sich ausbreitenden Siedlungsraum im Flachland teilen müssen. Es zeigt sich allerdings, dass auch die Reptilienhabitate in den extensiver genutzten Berggebieten verschiedenen Gefährdungen ausgesetzt sind. Nichtsdestotrotz bestehen Möglichkeiten, die Lebensbedingungen für die einheimischen Echsen und Schlangen so zu verbessern, dass sie auch in Zukunft Teil der heimischen Fauna sein und die Roten Listen wieder kürzer werden.



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