Auto- und Hausmarder

Autor

Marc Tschudin

Jahr

2001

Typ

Broschüre A4

Umfang

12 Seiten

Sprache

Deutsch


Auszug
Dass in der Stadt auch Menschen leben, nimmt der Steinmarder in Kauf. Indem er sich erst spät nachts auf die Gasse wagt, versucht er ihnen möglichst aus dem Weg zu gehen. Ursprünglich war er ein Felsbewohner, fand sein Zuhause zwischen Felswänden und Geröllhalden. Zu den heutigen Häuserschluchten war es für ihn deshalb kein allzu grosser Sprung – aber ein lohnender: In Dorf und Stadt ist für den Allesfresser der Tisch das ganze Jahr über reich gedeckt. Und Unterschlupf findet er auch allerorten: von der Baubaracke bis zum kaum benutzten Estrich oder dem Motorraum eines Autos. So ist aus dem anpassungsfähigen Steinmarder zuerst ein Hausmarder und in jüngerer Zeit auch ein Automarder geworden. Seinem Image war dies nicht gerade zuträglich. Früher als Hühnermörder und Obstdieb verschrien, haftet ihm heute der Ruf eines Poltergeistes und Kabelkillers an. Zu Unrecht! Denn meist sind die vermeintlichen Probleme menschgemacht, der Marder verhält sich bloss seinem Wesen entsprechend – dem eines lernfähigen und neugierigen Raubtieres.


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