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Kreuzkröten leben auch in landwirtschaftlichen Nutzflächen

 
Autor Esther Schweizer
Jahr 2017 / 33
Format PDF / A4-Broschüre
Umfang 12

Die Kreuzkröte ist in der Schweiz stark gefährdet. Ihre natürlichen Lebensräume, die grossen Überschwemmungsgebiete des Tieflands, sind längst verschwunden und Kiesgruben als Ersatzlebensräume werden häufig wieder aufgefüllt. Wo also soll die Art in Zukunft gefördert werden? Seit Jahren zeigen Beobachtungen, dass Kreuzkröten überflutete Äcker, Wiesen und stehende Gewässer in Landwirtschaftsgebieten als Laichgewässer nutzen. Um herauszufinden, ob sie diese Gebiete ganzjährig als Lebensraum nutzen oder aus benachbarten Kiesgruben neu einwandern, wurden in den Kantonen Aargau und Zürich zwei Telemetrie-Studien durchgeführt. Kreuzkröten wurden mit kleinen Sendern ausgestattet und lieferten während Monaten wichtige Daten über ihre Streifgebiete und ihre Art der Raumnutzung. Auch ihre Vorlieben für den Bewuchs und die vorhandenen Versteckstrukturen konnten analysiert und ihre jährliche Wanderleistung eingeschätzt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass Kreuzkröten ganzjährig in Landwirtschaftsgebieten leben und sich fortpflanzen. Die Förderung dieser Tierart muss deshalb überdacht werden.

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