Fortpflanzungsstrategien bei Fischen

Auteur

Patrick Steinmann

Année

2003

Type

Broschüre A4

Taille

12 Pages

Langue

Allemand


Auszug
Schon Charles Darwin, dem Begründer der modernen Evolutionstheorie, fiel auf, dass Männchen bei der Fortpflanzung oft Milliarden von Spermien verschleudern, um damit nur eine relativ geringe Anzahl Eier zu befruchten. Diese Beobachtung führte zur gängigen Ansicht, Spermien seien generell im Überfluss vorhanden und deshalb "billig", während Eier vergleichsweise "selten" und "kostbar" seien. Zoologen folgerten daraus, dass das oberste Ziel der Männchen demnach sein müsse, an eine möglichst grosse Zahl der seltenen Eier heranzukommen und jedes arteigene Ei, das sie kriegen können, zu befruchten. Die Weibchen ihrerseits müssten nur noch "die Besten" aus der Männchenschar auswählen, die ihre kostbaren Eier dann tatsächlich befruchten dürfen, was eine hohe genetische Qualität der Nachkommen gewährleisten soll. Auch wenn diese Strategie in der Natur durchaus vorkommt, so ist sie doch bei weitem nicht die einzige und wahrscheinlich nicht einmal die häufigste. Fische sind ein gutes Beispiel, um zu zeigen, dass Fortpflanzungsstrategien viel einfallsreicher und vielseitiger sind, als gemeinhin vermutet wird.



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