Gentechnisch veränderte Kulturpflanzen (GVO-Pflanzen) als Nahrung von Wildtieren

Auteur

Helen Müri

Année

1997

Type

Broschüre A4

Taille

28 Pages

Langue

Allemand


Auszug
Im Kulturland steht eine neue "grüne Revolution" bevor. Viele Kulturpflanzen werden gentechnisch verändert: Herbizidtoleranz, Resistenz gegen Krankheiten oder Schädlinge, Produktion neuer Inhaltsstoffe sind einige Beispiele der angestrebten Ziele. Was sich hinter diesen teilweise vielversprechenden Begriffen verbirgt, ist von allen Seiten genau zu betrachten, damit eine ganzheitliche Beurteilung ermöglicht wird. Zwar werden umfassende Risikountersuchungen durchgeführt - sie sollen beispielsweise zeigen, ob Probleme für den Menschen entstehen und ob die Gene in die Umwelt entweichen können. Dass die neu entwickelten Pflanzen auch Lebensgrundlage und Nahrung für viele freilebende Tiere sind, unter anderem für Vögel und Säugetiere, die in diesem Artikel besondere Beachtung finden, wurde in der Risikoforschung bisher kaum bedacht. Mit Gefahrenpotentialen muss - aufgrund unserer Kenntnisse der Wildtiere und ihrer Lebensweise - gerechnet werden. Es scheint dringend geboten, sich frühzeitig mit möglichen Konsequenzen auseinanderzusetzen, bevor gentechnisch veränderte Pflanzen grossflächig im Freiland angebaut werden, auch wenn wir heute vorerst nur Fragen stellen können und noch keine Antworten darauf haben.



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