Feldhasenmonitoring Schweiz

Auszug
Der Feldhase besiedelt weite Teile unserer Kulturlandschaft. Er kommt in Feld und Wald bis in die Berglagen vor, doch die höchsten Bestandsdichten erreicht er unter günstigen Bedingungen in grossräumigen, offenen Landschaften. Landesweit sind die Hasenbestände allerdings auf einem Minimum angelangt. Deshalb figuriert der Feldhase heute auf der Roten Liste. In einem Feldhasenmonitoring-Projekt überwacht die Schweizerische Vogelwarte seit Beginn der 1990er Jahre im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), seit 2001 auch mit Unterstützung durch das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), die Entwicklung der Feldhasenbestände und kontrolliert den Erfolg von Fördermassnahmen. Die Populationsdynamik des Feldhasen wird massgeblich durch klimatische Faktoren sowie artspezifische Zyklen geprägt. Doch der langanhaltende Rückgang des Feldhasenbestandes seit dem letzten Weltkrieg wurde vor allem durch die intensivierte landwirtschaftliche Nutzung verursacht. Einschränkungen der Jagd und die Dezimierung von Beutegreifern werden zwar immer wieder verlangt, haben aber keinen entscheidenden Einfluss auf die Häufigkeit und die Bestandesentwicklung des Feldhasen.



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